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Rolf

Fräs-Bohr-Plotter FAQ:

Ich habe aus den E-Mails, die ich inzwischen zahlreich bekomme, die am meisten auftauchenden Fragen zu einer kleinen FAQ zusammengestellt. So erspare ich mir die Arbeit, ständig das Selbe zu schreiben, und kann dafür auf neu auftauchende Fragen vielleicht etwas detailierter eingehen...

Wie teuer sind die Alu-Profile?
Lohnt sich der Selbstbau eines Fräsplotters?
Wie erzeuge ich die Leiterbahn-Konturen?
Wie sind die Genauigkeiten?
Kennst du vielleicht eine oder mehrere URLs, die mir weiterhelfen?
Welchen Durchmesser hat der Fräser zum Gravieren?
Woher hast du die Linearführungen und die Antriebsmechanik bekommen?
Was kosten fertige Platinen?
Wie sehen brauchbare Endschalter aus?
Wie lange benötigt die Fraese, um 10cm zu fräsen?

F: Wie teuer sind so in etwa die Alu-Profile? Nenne einfach mal so ein paar Preise, damit man einen Anhaltspunkt hat.
A: Das hängt natürlich vom Profiltyp und vom Anbieter ab. Die item 80x40 leicht Profile (die habe ich verbaut) kosten z.B. 41DM/Meter (plus MwSt.), ein vergleichbares Profil von isel 140DM/3Meter.
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F: Lohnt sich der Selbstbau eines Fräsplotters, gegenueber dem Kauf eines Komplettgerätes?
A: Naja, das kommt ganz drauf an, welchen Aufwand man so treibt, und ob man jemanden hat, der einem benötigte Teile drehen/fräsen kann (nochbesser natürlich, wenn man's selber machen kann) und und und. Aber 2000DM sind schneller weg als man gucken kann :-( Ich habe das bei mir allerdings nie nachgerechnet. Aber wenn ich so die Ausgaben der letzten 3 Jahre zusammenrechne, komme ich bestimmt in den 4-stelligen Bereich...
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F: Was ich mich immer gefragt habe: Wenn ich von einem Layout die Positiv-Vorlage in einem CAD-Programm gezeichnet habe, wie kann ich dann den "HPGL"-Plotter damit einfach ansteuern. Der braucht ja eine Negativ-Vorlage. Wie hast du das denn so gemacht?
A: Es gibt Programme, die (zumindest für Platinen) die Umriße berechnen können: z.B. Contour (läuft nur unter DOS, wird nicht mehr weiterentwickelt), Outliner oder Circuit CAM (das bekommt man nur, wenn man eine Maschine von LPKF kauft...).
Oder man benutzt eine Platinenlayoutprogramm, was diese Fähigkeit (mehr oder weniger) von Haus aus mitbringt. Für EAGLE (Freewareversion 1/2-Eurokarte) gibt es verschiedene Scripte, die sowas erledigen, allerdings ohne Doppelisolation oder Flächen freifräsen. Ich denke mal, das es für Target oder Orcad auch sowas gibt?!?
Und wenn man Schriften gravieren will (für Frontplatten o.ä.) kann man ja z.B. CorelDraw benutzen, und der Schrift einen Umriß, aber keine Füllung zuweisen.
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F: Ich brauche vor allem Infos über die einsetzbaren Antriebssysteme(Mechanik), also wie man den Schlitten fortbewegen kann, aber auch wie Genauigkeiten sind.
A: Isel gibt z.B. für seine Kugelrollspindeln eine Wiederholgenauigkeit von 1/100mm an. Schrittmotore haben i.d.R. Schrittwinkel >=1,8 (bei Halbschritt also mind. 0,9). Wenn dann eine Spindel 5mm/Umdrehung hat, kommt man auf 0,0125mm. Zusammen also 0,0225mm (worst case). Dazu kommt natürlich die Ungenauigkeit der restlichen Mechanik (Steifigkeit, etc). 1/10mm, evtl. sogar 5/100mm sind aber durchaus erreichbar...
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F: [...] Deshalb wollte ich fragen, ob du vielleicht eine oder mehrere URLs kennst, die mir weiterhelfen.
A: Die wichtigsten Links habe ich auf meiner HP gesammmelt (weitere Links sind immer willkommen!).
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F: Welchen Durchmesser hat der Fräser zum Bearbeiten der Printplatten?
A: Der Schaftdurchmesser ist meißtens 3mm (oder 1/8"). Die Spitzen haben 30 oder 60 (bei den Fräsern von Bungard). Ich habe am Anfang erst mit Fräsern aus dem Proxxon-Zubehör rumprobiert, und habe mich über die mieserablen Ergebnisse geärgert. Inzwischen weiß ich, warum ein Fräser ~20DM kostet...
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F: Mich würde interessieren, woher du die Linearführungen und die Antriebsmechanik bekommen hast und was sowas alles kostet!
A: Die Kugelumlaufspindeln und die Kugelumlaufhülsen stammen von isel. Die Aluprofile sind von item. Für die Z-Achse würde ich allerdings keine Kugelrollspindel nehmen, da die sehr teuer sind (150-200 DM/Stück incl. Zubehörteile). Eine einfache Gewindespindel (M8 oder sowas) gibts in jedem Baumarkt für ein ~3 Euro. Und wenn die Genauigkeit nicht reichen sollte, kann man das Umkehrspiel per Software korrigieren...
Die 12mm-Wellen sind aus Silberstahl, erhältlich im Metallwarenhandel (-> Gelbe Seiten), die man z.B. auf Aluprofilen (oder sonstwo) befestigen kann.
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F: Was kosten fertige Platinen?
A: Du meinst vermutlich komplette Schrittmotorkarten? Das geht bei ca. 180DM los (ohne Netzteil, Gehäuse etc.), Karten die zur üblichen Takt/Richtungsansteuerung kompatibel sind gibt es ab ca. 350DM und gehen bis in den vierstelligen Bereich (z.B. isel u.a.).
Die (Leer)-Platine zu meiner Schrittmotorkarte bekommt man bei mir für 38DM (plus Porto), die Bauteile dafür liegen bei ca. 120DM...
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F: Wie sehen brauchbare Endschalter aus?
A: Das absolute nonplusultra sind natürlich Initiatoren (induktive Näherungssschalter), die sehr präzise schalten, aber nur auf leitfähige Materialien reagieren. Ähnliches gilt für kapazitive Näherungsschalter. Beide sind nicht ganz billig. Ich verwende statt dessen einfache Microschalter mit pilzförmigem Kopf (Marquard, gibt bei C*nrad für ~3,50 DM).
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F:Wie lange benötigt die Fräse mit aktivem Fräskopf um ca. 10cm zu fräsen?
A: Das kann man so nicht genau sagen. Angefahren wird z.Z. mit 450mm/min, um dann bis auf 1200mm/min zu beschleunigen. Eine Platine im Format 100x68 mm (also etwa 1/2 Euro) dauert incl. Einrichten, Bohren und Umriß ausfräsen knapp eine Stunde. Die eigentliche Fräszeit beträgt dabei nur ca. 12 Minuten.
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